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Sodbrennen , Zwerchfellbruch , Gastroösophageale Refluxerkrankung , Sodbrennen , Nichtkardialer Brustschmerz , Paraösophageale Hernie , Laparoskopie , Minimal invasive Chirurgie , Schlüssellochchirurgie , Thoraxmagen , Upside-down-Stomach , Chirurgie , Klinik , GERD |
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Fast-Track-Chirurgie:
"Weniger ist mehr"
Das Grundprinzip von
Fast-Track-Chirurgie: Der Entwickler der
Fast-Track-Chirurgie, der dänische Arzt Henrik Kehlet,
entwickelte seine Methode an Patienten, bei denen Teile des
Darms entfernt werden mußte. Traditionelle Vorgehensweisen der
vor- und nachoperativen Behandlungs-Phase wurden verlassen.
Die Patienten durften bis kurz vor der Operation
Flüssigkeit zu sich nehmen und wurden auch in der
nachoperativen Phase so schnell wie möglich wieder
"oralisiert". Neben dieser schnellen Rückkehr zur
normalen Tätigkeit des Magen-Darm-Traktes, setzt die
Fast-Track-Chirurgie ganz gezielt auf eine intensivierte
Schmerztherapie.
Das Ziele: 1) Komplikationen vermindern
Henrik Kehlets Ziel war es, dass
sich seine Patienten nach einer Operation rasch wieder
besser fühlen. Und: Er wollte allgemeine Komplikationen
vermeiden. Das sind Komplikationen, die nach einem Eingriff
nicht an der Operationsstelle beziehungsweise -naht (lokale
Komplikation) auftreten, sondern an anderen Orten im
Körper (etwa an Lunge oder Herz). Gerade bei
älteren Patienten, insbesondere wenn Vorerkrankungen
wie Diabetes, Bluthochdruck, Übergewicht oder
Herz-Kreislauferkrankungen vorliegen, ist das Risiko von
allgemeinen Komplikationen erhöht. Bis zu einem Drittel aller Patienten
mit einem Dickdarm-Eingriff haben allgemeine Komplikationen.
Fast-Track wurde erfunden, um diese Rate zu senken", so
Prof. Wolfgang Schwenk von der Charité in
Berlin. Die Fast-Track-Rehabilitation hat
keinen Einfluß auf die lokale Komplikationsrate, die
bei Dickdarmeingriffen immer vorhanden ist. Diese
Komplikationen wie Wundheilungsstörungen und
Nahtbrüche der Darmnaht treten mit einer
Wahrscheinlichkeit von 10 % auf. 2) Patientenkomfort
verbessern: Eine moderne Schmerztherapie unter
Einsatz von systemischen Schmerzmitteln (als
Tropfen/Tabletten oder Infusionen) in Kombination mit
gezielt eingesetzten Schmerzkathetern kann die
nachoperativen Schmerzen deutlich reduzieren. Dies ist
wichtig, da man heute weiß: Die Operation und die
dadurch entstehenden Schmerzen lösen eine
Streßreaktion im Körper aus, die den Stoffwechsel
- und damit die Heilung - negativ beeinflussen. Um diese Streßreaktion des
Körpers zu minimieren, werden einerseits
minimalinvasive Verfahren verwendet, um eine möglichst
geringe Gewebezerstörung zu verursachen. Auf der
anderen Seite muß neben dem reduzierten
Gewebetraumatisierung auch der Faktor Schmerz reduziert
werden. Dies gelingt u.a. durch den Einsatz von
Rückenmarkskathetern, die neben der Schmerzreduzierung
auch noch positive Effekte auf die Darmtätigkeit
hat.
"Weniger ist mehr" Es gab Zeiten in der Chirurgie und
Intensivmedzin, in der die Patienten nach einer OP
nüchtern bleiben mußten und durch Infusionen
ernährt wurden. Traditionell wurden beispielsweise bei
Dickdarmeingriffen 6-8 Liter während der Operation und
eine nicht unbeträchtliche Flüssigkeitsmenge nach
der Operation verabreicht. Diese immensen
Flüssigkeitsmengen führten dazu, dass der
Körper die Flüssigkeitsmengen nicht mehr über
die Niere ausschieden, sondern im Gewebe ablagerten und das
Risiko für allgemeine Komplikationen
erhöhte. Die Fast-Track-Chirurgie reduziert
die während der OP gegebene Menge an
Flüßigkeit auf 2,5 Liter. In der nachoperativen
Phase kann der Patient seinen Flüssigkeitshaushalt
selber durch die schnelle Rückkehr zur Nahrungsaufnahme
regulieren.
Bei kleinen Eingriffen erhöht
die Fast-Track-Rehabilitation eher den Komfort, bei
großen vermeidet man Komplikationen und bei ganz
großen - so die Hoffnung - lässt sich die
Sterblichkeit reduzieren
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