|
|
|
© Dr.H.G.Schulz |
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Zwerchfellbruch-Operation |
|
|
|
|
|
|
|
|
Die Ziele der operativen Intervention sind die Kontrolle der Symptome (Beschwerdefreiheit), die Heilung der Speiseröhrenentzündung und anderer Komplikationen, sowie die Prävention von Langzeitkomplikationen und Rezidiven durch die Operation. Das chirurgische Konzept besteht zum einen aus der Beseitigung des Zwerchfellbruches sowie der chirurgischen Rekonstruktion des zu schwachen Ventils zwischen Speiseröhre und Magen. |
|
|
Hierfür sind insgsamt 5 Arbeitszugänge mit einer Länge zwischen 5 und 12 mm durch die Bauchdecke erforderlich um die Kamera sowie die Arbeitsinstru-mente im Bauch zu plazieren*. Die genaue Schnittlokalisation für die endoskopische Operation ist in der Abbildung gezeigt.. Die Bauchhöhle wird zu Beginn der Operation mit Kohlendioxid-Gas aufgepumpt und während der Operation bei einem konstanten Druck gehalten. Dies ist notwendig, um dem Operateur ge-nügend Sicht und Arbeitsraum während der Operation zu gewährleisten. Bei relativ schlanken Patienten werden bereits Mini-Instrumente des "Kinder-Sets" mit Austausch der 5mm- durch 3mm- Arbeitszugängen verwendet, sowie der Verwendung eines 3 mm Leberhalters (statt 10mm). Vorteil: Die Zugangswege werden so weiter miniaturisiert, die OP-Belastung für den Patienten reduziert und das kosmetische Ergebnis deutlich besser (Syn: Minilaparoskopie , Needlescopic Surgery ) |
Laparoskopischer Zugang (5-12mm) |
|
|
|
![]() |
Zum Vergleich:
Schnittführung bei der konventionellen Operation über den Bauchschnitt (Schnittlänge von Brustbein bis Bauchnabel) |
|
|
|
Die
Operations-Schritte im Einzelnen Der erste Schritt der Operation ist
die Freilegung des unteren Anteils der Speiseröhre im
Zwerchfellbereich, sowie die Rückverlagerung des
unteren Speiseröhrenschließmuskels in den
Bauchraum. Vergleiche nebenstehende Abbildung. Es folgt die Verkleinerung des
i.d.R. zu großen Zwerchfellschlitzes mit 3-4
Nähten im Bereich der Zwerchfellschenkel hinter der
Speiseröhre. Diese Naht kann bei Bedarf durch das
Aufsteppen eines Kunststoffnetzes ( Netztechnik nach
Bayerl ) verstärkt werden, um die Naht
zusätzlich zu stabilisieren. Zur Fixierung des
Schließmuskels im Bauchraum und zur Verstärkung
des Ventilmechanismus wird nun um die Speiseröhre eine
Manschette aus der Magenkuppel gelegt und vernäht. Je
nach Funktion der Muskelpumpe der Speiseröhre
können hier verschiedene Manschettentypen
(Halbmanschetten/Vollmanschetten -siehe unten !) konstruiert
werden um das Risiko einer nachoperativen
Schluckstörung durch eine zu enge Manschette zu
minimieren. Die Manschette wird also individuell auf jeden
Patienten abgestimmt, die Entscheidung welcher
Manschettentyp fällt anhand einer Druckmessung im
Speiseröhrenkörper, die in den Tagen vor der
Operation durchgeführt wird. Original-Nissen-Manschette
(360 Grad) Nissen-DeMeester-Manschette
(360 Grad) Toupet-Halbmanschette
(180-300 Grad) Watson-Halbmanschette (180
Grad)
![]()
![]()

![]()

![]()

![]()
![]()
![]()
![]()
Die
Nachbehandlungsphase: Die während der Operation zur
"Entblähung" des Magens eingeführte Magensonde
wird mit dem OP-Ende entfernt. I.d.R. sind sogenannte
Bauchdrainagen - soweit keine Besonderheiten vorliegen -
selten erforderlich. Für gewöhnlich sind die
Patienten nach dem Ausschlafen der Narkose wieder mobil und
nicht durch Schläuche "ans Bett gefesselt". Am Abend der Operation kann mit dem
Trinken begonnen werden, am Tag nach der Operation beginnt
der Kostaufbau - zunächst mit weicher Kost. Der Grund
für die weiche Kost ist eine nach der Operation teilweise
auftretende Speiseröhrenschleimhautschwellung im
Bereich des Schließmuskels, die zu
Schluckstörungen führen können. Je nach
Befinden wird die Kost ab dem 4. Tag nach der OP dann auf
Normalkost umgestellt. Die Entlassung in die
hausärztliche Betreuung erfolgt in der Regel am 4.-5.
Tag nach der Operation. Die Festlegung des Entlaßtages
erfolgt anhand des subjektiven Befindens der Patienten
einerseits und ist andererseits abhängig von dem
Aufwand/Schwierigkeiten bei der Operation.
![]()
![]()
![]()
Home || Sodbrennen - Die Zwerchfell-OP - Fachinformationen || Schluckstörungen
OP ohne Narben || Publikationen || LINK`s II Zeitschriften
![]()