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TV-Kurz-Beitrag zur Achalasie aus dem EVK Castrop-Rauxel ("Punkt 12", RTL) (Quicktime-Format, mpeg-File , ca 50 / 90 MB , Download kostenfrei) So wirds gemacht: Auf dieser Seite in der Spalte "Kostenlos" den "Free-Button" anklicken und auf der dann folgenden Seite den eingeblendeten Code eintippen (Dieser Code erscheint nach dem Countdown) und schon gehts los mit dem Download. |
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Die Störungen der motorischen Funktion der Speiseröhre (Achalasie - diffuser Ösophagusspasmus - Nußknacker-Ösophagus - Ösophagus-Divertikel)
Störungen in der motorischen Transportfunktion der Speiseröhre können durch Symptome wie Schluckstörungen, Oberbauchschmerzen, Sodbrennen aber auch durch unspezifische Beschwerden hinter dem Brustbein symptomatisch werden, die zunächst als "Herzbeschwerden" mißgedeutet werden. Nicht selten "landen" die Patienten zunächst beim einem Herzspezialisten, der durch eine mehr oder weniger umfangreiche Diagnostik trotz andauernder Beschwerden ein gesundes Herz attestieren kann. In dieser Situation kann eine wenig belastende Funktionsuntersuchung der Speiseröhre sinnvoll sein, um der Ursache der Beschwerden auf den Grund zu gehen und diese dann adäquat zu therapieren. |
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Achalasie (Cardiaspasmus): |
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Röntgen-KM-Breischluck-Bilder verschiedener Verlaufsformen der Achalasie Klassische Form Megaösophagus Vigorous Achalasie |
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Achalasie-Formen: A - Hypermotile Form = Vigorous Achalasie (Schmerz, Dysphagie, aktive Regurgitation) B - Hypomotile Form (Dysphagie, Schmerz, Regurgitation) C - Amotile Form (Dysphagie, Regurgitation) |
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Die Achalasie ist eine seltene
Nahrungspassagestörung des Speiseröhre, deren
Symptome in der Regel mit dem Lauf der Erkrankung stetig
zunehmen. Häufig sind Schluckstörungen
das führende Symptom. Die Diagnose läßt sich gut durch eine Druckmessung (Manometrie) in der Speiseröhre nachweisen. Der Röntgen-Kontrasmittelschluck kann in fortgeschrittenen Phasen der Erkrankung das charakteristische Bild einer Sektglas-Speiseröhre zeigen; In Frühstadien ist diese Untersuchung aufgrund des uncharakteristischen Befundes häufig nicht richtungsweisend, eine Druckmessung zeigt dann aber bereits häufig schon das charakteristische Bild der Achalasie. Trotzdem kann man sich nicht auf die Druckmessung und den Kontrastmittelschluck alleine verlassen, eine Endoskopie (Magenspiegelung) des oberen Verdauungstraktes sollte in jedem Falle zur Routinediagnostik gehören, um andere Ursachen für Scluckstörungen nicht zu übersehen.
Therapiemöglichkeiten:
1) Konservativ-Medikamentöse Therapie: Calciumantagonisten u.a. . . . 2) Interventionelle Therapiestrategien: Pneumatische Ballondilatation und Injektion von Botulinustoxin in den Speiseröhrenschließmuskel 3) Operative Therapie: Laparoskopische Spaltung der Speiseröhrenmuskulatur (Heller-Myotomie) |
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Insgesamt ist der Einfluß der Medikamente auf die Symptome jedoch gering und die Ergebnisse der medikamentösen Therapie eher bescheiden. Aus diesem Grund kommt sie i.d.R. nur in den Anfangsstadien der Achalasie und bei interventionell/operativ nicht therapierbaren Patienten zum Einsatz. |
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Die Ballondilatation ist ein anerkanntes Verfahren bei der der verengte Mageneingang durch eine über eine Magenspiegelung eingeführten Luftballon "gesprengt" wird. Der Vorteil der Methode liegt darin, daß keine Operation notwendig ist, da der Eingriff über eine Magenspiegelung durchgeführt wird. Der Nachteil liegt jedoch in einer mit 7-10% Wahrscheinlichkeit auftretenden Perforation (Einriß aller Schichten) der Speiseröhre mit der Gefahr einer sog. Mediastinitis (Lebensgefährliche Entzündung / Vereiterung des Mittelfelles, in dem u.a. das Herz liegt). Zudem sind nicht selten nach 1-5 Jahren erneute Dilatationen notwendig, wobei bei jeder erneuten Sprengung eine zunehmende Vernarbung des Mageneingangs entsteht (... eventuell nachteilig für eine spätere operative Versorgung ).
Literatur: Veröffentlichte Ergebnisse in der Medizinliteratur |
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![]() Endoskopische Applikation des BTX durch die Schleimhaut in den Schließmuskel (Katheter mit Nadel weiß im Bild links) |
Die Botulinustoxin-Injektion (BTX) ist eine relativ neues Therapieverfahren, das ebenfalls über eine Magenspiegelung durchgeführt wird. Hierbei injiziert man in den Mageneingangspförtner eine Substanz, die den Muskel erschlaffen läßt. Die kurz- und mittelfristigen Therapieerfolge sind mit 65-100% Responderrate (u) gut, die Langzeitergebnisse sind allerdings eher enttäuschend. (Ergebnisse). Im Vergleich zur pneumatischen Dilatation sind die Ergebnisse in direkten Vergleichsstudien bei der BTX-Behandlung schlechter. Informationen zu |
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Die operative
Muskelspaltung (Myotomie
nach Heller)
zählt
ebenfalls zu den Standardverfahren. Die erste
Myotomie wurde 1903 von Heller beschrieben und
seither vielfach durchgeführt. Bis zur
Einführung der flexiblen Endoskopie
(Magenspiegelung) war dies Verfahren das
Standardverfahren zur Behandlung der Achalasie.
Gute Langzeitergebnisse liegen für das
"offene" chirurgische Verfahren (via Bauchschnitt)
vor (u).
Mit der
Einführung der laparoskopischen
Operations-Technik (u)
kann nun ein sehr schonendes Verfahren angeboten
werden, welches die guten Langzeitergebnisse aus
der offenen Operationsweise (u)
mit den Vorteilen des schonenden laparoskopischen
Vorgehens kombiniert (u).
Die Muskulatur des Mageneingangspförtners wird
über wenige Zentimeter längs - unter
Schonung der Schleimhaut - gespalten. Geichzeitig
können Teilmaßnahmen aus der
Antirefluxchirurgie (u)
zugefügt werden, die eine zu große
Durchlässigkeit des Mageneingangs in die
umgekehrte Richtung verhindern. Blick
in den OP
während einer laparoskopischen
Operation Die
laparoskopische Heller-Myotomie
(OP-Ablauf
anhand von Bildern) Sinn
/ Unsinn
zusätzlicher
Antirefluxmaßnahmen
im Rahmen der Heller-Myotomie Individuelle
Wahl
der Manschette Ergebnisse
der laparoskopischen Heller-Myotomie
(Literatur) Eigene
Ergebnisse
der laparoskopischen Heller-Myotomie
(Chirurgische Universitätsklinik,
Marienhospital Herne und Abteilung
für Visceralchirurgie, EVK
Castrop-Rauxel) Ergebnisse
der konventionellen
Heller-Myotomie Der
Sonderfall: Vigorous
Achalasie
Der
Sonderfall: Erneute
Schluckstörungen nach
Myotomie Vergleich:
Offene
+ laparoskopische Technik Ergebnisse
verschiedener
Therapieformen
(Myotomie <-> Dilatation) im
direkten Vergleich! Einfluß
verschiedener Vorbehandlungsformen auf das
Ergebnis der laparoskopischen
Myotomie Einfluß
des Ausmaßes
der präoperativen
Ösophagusdilatation
auf das postoperative Ergebnis Dieses Verfahren
ist operationstechnisch anspruchsvoll, in der Hand
des erfahrenen laparoskopischen Magen- und
Speiseröhrenoperateurs aber unproblematisch
durchzuführen. Der Vorteil der Methode liegt
in einem dauerhaften Langzeiterfolg. |
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Diffuser Ösophagusspasmus, Nußknacker-Ösophagus: |
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Als weitere Therapieoption steht auch hier in Einzelfällen die Botulinustoxininjektion in die Speiseröhrenmuskulatur zur Verfügung, wobei das Verfahren sich für diese beiden Erkrankungsformen noch im Versuchstadium befinden und Ergebnisse noch ausstehen. Bei ausgeprägten Fällen kann auch hier eine operative Sanierung des Leidens in Form einer Bauch- bzw. Brustspiegelungsoperation notwendig werden, wobei in den bislang für die offene chirurgische Technik veröffentlichten Langzeitergebnissen ein in ca 85% sehr gutes bis gutes Ergebnis der Operation zu erwarten ist. |
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Ösophagus-Divertikel: |
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Sog. epiphrenische Divertikel entstehen überhalb des Zwerchfelles. Bei diesen Ausstülpungen der Speiseröhre drückt sich die innere Auskleidung der Speiseröhre (Schleimhaut) durch die beiden Muskelschichten der Speiseröhre und bildet einen mehr oder weniger große Aussackung. ![]() Die Divertikel entstehen i.d.R. durch deutlich erhöhte Druckamplituden im unteren Bereich der Speiseröhre. In der Regel müssen diese Divertikel chirurgisch entfernt werden. Dies läßt sich relativ schonend per Bauchspiegelung durchführen (Originalbilder einer OP). Die Abtragung der Ausstülpung muss mit einer Muskelspaltung des Schließmuskels im Bereich des Mageneingangs kombiniert werden, um zu verhindern, dass der hohe Druck in der Speiseröhre weiterhin bestehen bleibt. Diese Muskeldurchtrennung erfolgt in der selben Vorgehensweise, wie sie operativ bei Vorliegen einer Achalasie durchgeführt wird (siehe oben).
Röntgen-Kontrastdarstellung eines Patienten mit einem epiphrenischen Ösophagus Divertikel |
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